Paracelsus

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Paracelsus

Paracelsus - Lexikon der okkulten Persönlichkeiten

(* vermutlich 10. November 1493 in Egg bei Einsiedeln (Schweiz); † 24. September 1541 in Salzburg)


Paracelsus - ein großer Arzt und Alchemist

Mit bürgerlichem Namen Theophrastus Bombastus Philippus von Hoheinheim (17.12.1493 - 23.09.1541 ), wurde Paracelsus in der Schweiz im Kanton Zürich geboren.

Paracelsus war Arzt, Alchemist, Astrologe, Mystiker und Philosoph und revolutionierte die Medizin und Naturwissenschaften. Seine Heilungserfolge sind fast legendär zu bezeichnen und ihnen gingen fast immer erbitterte Angriffe der etablierten Ärzte und Apotheker voraus.

Anders alle anderen Gelehrten seiner Zeit, ergriff Paracelsus die Initiative und lehrte sein Wissen in seiner Muttersprache deutsch und nicht wie allgemein üblich in Latein. Damit erreichte er natürlich einen viel größeren Kreis begeisterter Studenten, denn nicht jeder konnte zu dieser Zeit Latein verstehen und sprechen.

Paracelsus wurde auch der Luther der Medizin genannt, da er nicht – wie damals üblich – den medizinischen Weg des Galen verfolgte. Die vorherrschende Lehrmeinung galt der Viersäftelehre und sah jeden Ursprung einer Krankheit in den Körpersäften eines Menschen. Paracelsus verfolgte die Weisheiten des Hippokrates – dem berühmtesten griechischen Arzt des Altertums.

Obwohl die medizinischen Erfolge des Paracelsus immer offensichtlicher wurden – oder vielleicht gerade deswegen, wurde er von den älteren Gelehrten, beschimpft und sogar bedroht gegen Leib und Leben.

Paracelsus war deshalb ständig auf Wanderschaft und wechselte seine Wohnorte. Mit 47 Jahren starb er und es wurde viel über sein frühes Ableben spekuliert. Man vermutete, dass er von seinen Mitstreitern vergiftet wurde, oder von einem Felsen gestürzt wurde. Auch dass er aufgrund eines zu hohen Alkoholkonsums an Leberkrebs verstarb oder im Rausch die Treppe hinuntergestürzt sei, waren häufige Mutmaßungen.

Seine gut erhaltenen Gebeine wurden im 20. Jahrhundert mit den modernen gerichtsmedizinischen Möglichkeiten untersucht. Es wurde eine hundertfach erhöhte Konzentration an Quecksilber festgestellt und Spuren einer eitrigen Entzündung am Mittelohr.

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