Hung Ko

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Ko Hung

Hung Ko - Lexikon der okkulten Persönlichkeiten

(* um 280; † um 340)


Ko Hung - ein früher chinesischer Alchemist

Ko Hong oder auch Ge Hong war ein chinesischer Alchemist und überzeugter Daoist (Daoismus ist eine chinesische Weltanschauung und Philosophie die als eigenständige Religion anerkannt ist).

Ko Hong suchte nach der Unsterblichkeit und studierte alles zu dieser Zeit Verfügbare über magische und alchemistische Techniken.

Als Kind einer Aristokratenfamilie stammte Ko Hong aus reichen Verhältnissen und konnte sich eine gute Position in der politischen Hierarchie des Landes erarbeiten. Die Alchemie erfreute sich zu dieser Zeit eines enormen Ansehens und dieses fiel auch auf Ko Hong zurück. Ko Hong verfasste auch medizinische Schriften, die als historisch erste Nachweise von der Papageienkrankheit und den Pocken gelten.

Die Suche nach der Unsterblichkeit war das allerhöchste Ziel von Ko Hong und er versuchte einen Zusammenhang zwischen Alchemie und Religion zu finden. Dabei verwarf er die üblichen Formen der Beschwörungen, Meditationen und Exorzismen und forschte unentwegt daran eine unfehlbare Methode für jedermann zu entwickeln.

Ko Hong war überzeugt davon, dass eine genaue Einhaltung der Religions-Philosophie bei der Herstellung eines Unsterblichkeitspulver von unabdingbarer Wichtigkeit wäre.
Er ließ seine Gedanken und Forschungen auf diesem Gebiet in sein Werk Baopu Zi einfließen und gab eine genaue Anleitung zur Herstellung des Elixiers.

Ko Hong war überzeugt davon, dass ein Mensch z.B. folgende Regeln befolgen musste:

  • ein Leben ohne Selbstsucht und überflüssiger Bedürfnisse
  • die feste Absicht und einen unbeirrten Glauben für die Unsterblichkeit
  • ein gesundes Leben führen – sowohl moralisch als auch physisch
  • eine universelle Liebe pflegen
  • keine Exzesse und übertriebene Begierden
  • zur Erhaltung der Gesundheit empfahl er die Einnahme von Heilmitteln und alchemistischen Drogen
  • visuelle Meditationen
  • gymnastische Übungen
  • Kenntnis über magische Zauberformeln zum Schutz und zur Herbeirufung der Götter

Die Wirkung des Unsterblichkeitspulvers beschrieb Ko Hong in seinem Werk Pao P'ou-tseu folgendermaßen:

"Diejenigen, die dieses Pulver der Unsterblichkeit hinunterschlucken, werden erleben, wie ihre grauen Haare wieder schwarz werden und ihre fehlenden Zähne nachwachsen. Die Kraft, die sie verloren haben, wird wiederkehren. Wer dieses Elixier einnimmt, wird nicht alt, und alte Menschen werden wieder jung und ewig leben"

(Ko Hung, Pao P'ou-tseu, von Joseph Needham vom Chinesischen ins Englische übersetzt, in: Science and Civilisation in China, Cambridge University Press, 1965)

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