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Pfad:  »Psi »Wissenschaft »Magnetismus  17.05.2008
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Magnetismus

Nach magnetisierten Steinen und dem Elektromagnetismus entdeckte der Mensch, daß ein magnetisches Kraftfeld in ihm selbst existieren könnte.

Wenn man im allgemeinen von jemandem sagt, daß er Magnetismus besitzt, meint man damit, daß er ein gewisses Charisma zeigt und daß ihm etwas Ansprechendes, Sympathisches und Anziehendes anhaftet. In diesem Sinn geht das Wort auf das späte 19. Jh. zurück, als das Verb magnetisieren im übertragenen Sinne mit "Charme austrahlen" gleichgesetzt wurde.

Das Verb "magnetisieren" kam am Ende des 18. Jhs. auf und ging in die Sprache des Alltags ein. Damals legte einerseits Charles de Coulomb (1736-1806), ein französischer Physiker, derseiner Zeit voraus war, 1781 vor der Akademie der Wissenschaften die experimentellen, theoretischen Grundsätze des Magnetismus und der Elektrostatik dar. Andererseits stellte der deutsche Arzt Franz Anton Mesmer (1734-1815) die These von der Existenz einer magnetischen, tierischen Flüssigkeit auf, die möglicherweise alle Krankheiten heilen konnte - eine These, die erst 1843 verworfen wurde.

Geschichte des Magnetismus, oder wie der Mensch den Kompaß entdeckte

Bekannt war der Magnetstein oder Magnesit bereits in der Antike. Magnes lithos, wie die Griechen ihn nannten, war ein magnetisches Gestein, das aus Magnesia in Sipylos stammte, einer griechischen Stadt in Lysien, die wohl im 3. Jh. v. Chr. gegründet wurde, heute Manisa heißt und sich in der Türkei befindet. In diesem Gebiet war das berühmte Gestein, dessen Eigenschaften den Griechen bereits im 6. Jh. v. Chr. bekannt gewesen zu sein scheinen, häufig anzutreffen. Dem griechischen Astronomen, Mathematiker und Philosophen Thales von Milet, um 580 v. Chr., verdanken wir die erste, klare Beschreibung des Magnetgesteins. Thales ist zwar in der Antike als Naturwissenschaftler der Astronomie in die Geschichte eingegangen, aber wahr wohl auch Astrologe. Als großer Reisender ließ sich Thales inspirieren - und bezog sein ganzes Wissen - von den chaldäischen Astronomen, Astrologen und Priestern Babylons und den Schriftgelehrten und Wissenschaftlern Ägyptens. Thales als Wissenschaftler der Antike, der auf die Idee kam, die Höhe von Gegenständen anhand ihrer Schatten zu ermitteln, soll im Jahre 585 v. Chr. eine Sonneneklipse vorhergesagt haben. Darum kann ihm die Astrologie nicht unbekannt gewesen sein.

Erst vom 11. Jh. n. Chr. an wurde das Magnetgestein benutzt, um ein wertvolles Navigationsinstrument, den Kompaß zu vollenden, der sich bekanntlich einer megnetisierten Nadel bedient. Erst seit dem 18. Jh. wird das quantitative Studium des Magnetismus betrieben. Dabei entdeckte man, daß jeder Magnet aus zwei Polen, d.h. aus gleichen und ungleichen bzw. gegensätzlichen Massen, bestand. Wenn man jedoch versuchte, einen dieser Pole zu isolieren, floß der Strom nicht mehr hindurch bzw. verschwand das Phänomen der Magnetisierung.

Auf der Grundlage dieses Phänomens funktioniert der Kompaß, dessen Stahlnadel sich frei dreht und wie von Geisterhand vom Magnetfeld der Erde angezogen zu sein scheint, so daß sie eine Position einnimmt, die sich nach den magnetischen Nord- und Südpolen ausrichtet. Dieses Instrument wurde in der Seefahrt bei der Nabigation benutzt, um den Kurs festzustellen, und wurde so bekannt, daß der Ausdruck "die Orientierung verlieren" bald im übertragenen Sinne für einen Menschen, der verrückt wird, benutzt wurde. Mann sollte jedoch wissen, daß obwohl - wissenschaftliche gesehen - an der Existenz von Magnetfeldern sowie vom Prinzip, daß ungleiche Pole sich anziehen und gleiche Pole sich abstoßen, nicht zu zweifeln ist, wir uns keineswegs sicher sind über die Existenz eines isolierten magnetischen Pols. Bzw. ist nicht erwiesen, ob ein Pol unabhängig vom entgegengesetzten Pol zu existieren vermag.

Magnetismus und der Mensch

Auf der anderen Seite ist bekannt, daß auch der Mensch, wie die Erde, eine Art Magnetfeld besitzt, und daß es je nach dem Menschen von größerer oder geringerer Intensität ist. Deshalb werden über Phänomene wie die Kraft der Deutung, Hypnose, Telepathie und Aura Beobachtungen gemacht und Studien unternommen, u.a. um den Nachweis zu erbringen, daß der Mensch ein Magnetfeld besitzt, das ihn durchfließt. Dennoch steht nicht sicher fest, ob die Messinstrumente, die wir heute besitzen, trotz ihrer Genauigkeit für Beobachtungen dieser Art völlig geeignet sind. Selbst wenn der greifbare, messbare Nachweis nicht erbracht ist, daß ein derartiges Phänomen beim Menschen existiert, kann sicher jeder bezeugen, daß man spontan - man kann auch sagen instinktiv - sehr kräftige Gefühle der Anziehung bzw. der Abstoßung spürt, die man körperlich und seelisch empfindet.

Diese Erkenntnisse führen in das Feld einer anderen Wissenschaft neueren Datums, des Elektromagnetismus, der diesmal Forschungswerkzeuge anbietet, mit deren Hilfe weitaus eher die Phänomene verständlich gemacht werden können, die sich in jedem Menschen ereignen, und die in Zukunft dazu beitragen dürften, daß wir die Magnetfelder beherrschen lernen, die uns durchziehen.

Wissenschaftler rechnen damit, daß es dem Menschen früher oder später gelingen wird, das was wir als den Bereich der Kraft der Gedanken bezeichnen könnten, zu begreifen. Das hat er bisher empirisch, aber ungeschickt getan, indem er sich seiner Intelligenz bedient hat, aber ohne jemals ernsthaft die Phänomene zu studieren, die ihn eher in die eine Richtung als die andere ziehen....

Charles Augustin de Coulomb Franz Anton Mesmer
Vom französischen Physiker Charles de Coulomb (1736-1806), Mitglied der Akademie der Wissenschaften ab 1781, stammen die Ursprünge der Theorie des Magnetismus und der Elektrostatik Der deutsche Arzt Franz Anton Mesmer (1734-1815) vertrat die These der magnetischen Flüssigkeit in Lebewesen, die alle Krankheiten heilen konnte.
 


         
 

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