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Flamel Nicolas

Flamel

(* wahrscheinlich 1330 in Pontoise; † um 1413 in Paris)

Beschreibung

Der Franzose Nicolas Flamel zählt mit Sicherheit zu den berühmtesten, aber auch zu den geheimnisvollsten und kontroversesten Alchemisten. Heute ist bekannt, daß das ihm zugeschriebene Werk, Das Buch der hieroglypischen Figuren, erst 2 Jahrhunderte nach seinem Tod, im 17. Jh., geschrieben wurde. Bevor er den Stein der Weisen entdeckte (so erklärten Zeitgenossen die Tatsache, daß er als eher zweitrangiger Autor einer der reichsten und einflußreichsten Männer seiner Zeit wurde; in Wirklichkeit scheint er schlicht ein umsichtiger Mensch gewesen zu sein, dem das Geldverdienen leicht fiel), wurde er in Spanien von jüdischen Alchemisten in die Kabbala und die Alchemie eingeweiht. Seine Reise nach Spanien war geheim. Von ihr hatte die Inquisition keine Kenntnis, die Hetzjagden sowohl auf Juden als auch auf Kabbalisten und Alchemisten veranstaltete.

Als er nach Paris zurückkehrte, widmete er sich der Alchemie Tag und Nacht und wurde damit ein reicher Mann. Verdankte er diesen Entdeckungen den blitzartigen Übergang von der Armut zum Reichtum? Das weiß keiner, aber die Pariser Gesellschaft war die reinste Gerüchteküche, und er mußte eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela unternehmen, um seinen christlichen Glauben zu bezeugen. Bei seinem Tod war er 800 Livres wert, was nicht wenig war, aber auch nichts Außergewöhnliches. In Wirklichkeit erbte er Geld und Besitz von seiner Gefährtin, der Dame Pernelle, die 1397 starb. So kam es, daß sich Gerüchte für einen Alchemisten als sehr schädlich erwiesen, dessen Werke trotz allem berühmt geblieben sind.

Siehe auch:
Artikel über Alchemie



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